pcDuino – der „grosse Bruder“ des Raspberry Pi?

Der Osterhase – in Form meines DHL-Paketboten – hat mir heute meinen pcDunio ( http://www.pcduino.com/ ) gebracht.

Die hardware-technischen Daten des pcDuino lauten:

Hardware Specifications:

CPU 1GHz ARM Cortex A8

GPU OpenGL ES2.0, OpenVG 1.1 Mali 400 core
DRAM 1GB
Onboard Storage 2GB Flash, microSD card (TF) slot for up to 32GB
Video Output HDMI
OS Linux3.0 + Ubuntu 12.04
Android ICS 4.0

Extension Interface 2.54mm Headers
Network interface 10/100Mbps RJ45 and USB WiFi extension (not included)
Power 5V, 700mA
Overall Size 125mm X 52mm

So schaut er aus von oben:

pcDuino ohne Strom und Kabel

pcDuino ohne Strom und Kabel

pcDuino unter Strom und verkabelt

pcDuino unter Strom und verkabelt

Der pcDuino kann wie der Raspberry Pi ein Ubuntu fahren, aber auch ein Android 4.0x. Dies geht mit dem pcDuino besser, weil der pcDuino eine ARM Cortex A8 CPU und eine Mali 400 GPU hat.

Die Hardware des pcDuino entspricht in ca. dem eines Rikomagic Android USB-Stick, der auch auf dem Allwinner A10 Chipset aufbaut.

Mein pcDuino wollte am Anfang nicht wirklich booten, so dass ich mich schnell erstmal einlesen musste in den Doku-PDFs und dann fuer weitere Kleinigkeiten auch noch im Forum zum pcDuino:
http://www.pcduino.com/forum/

Der wichtigste Punkt beim Update war, entgegen der PDF-Dokumentation, dass die MicroSD oder der USB-Stick erst nach dem einstecken des Micro-USB (mit Strom) angesteckt werden darf, da er sonst garnicht erkannt wird.

Es gibt 2 Update-/Installwege: ueber MicroSD-Karte/USB-Stick oder ueber den OTG-MicroUSB Anschluss.

Beim Weg ueber die MicroSD-Karte kann man mit der Software PhoenixCard bei Android einfach einmal eine MicroSD-Karte beschreiben und das OS einspielen. Bei Ubuntu geht dies ueber 2 Punkte.
D.h. im ersten Punkt muss man mit dem Tool PhoenixCard erstmal den A10-Kernel per MicroSD-Karte draufbringen und dann die Karte neu formatieren (weil PhoenixCard die MicroSD-Karte partitiontechnisch verbiegt) und dann das Ubuntu-Image inkl. Update-Script einspielen.

Android klappt auf Anhieb. Allerdings wollte ich lieber Ubuntu auf dem pcDuino. Android hatte ich nur drauf gemacht, um sicherzustellen dass der pcDuino Ok ist, da ich beim flashen per MicroSD-Karte nicht die beschriebenen blinkenden LED sehen konnte.

Ubuntu weigerte sich beharrlich bei mir, trotz 4 verschiedener MicroSD-Karten.

So waehlte ich fuer den  Ubuntu-Kernel die 2te Moeglichkeit: das einspielen der Kernel auf den pcDuino mit dem Tool LiveSuit.

Mit LiveSuit wird der A10-Kernel, den man normal mit der MicroSD-Karte als erstes einspielt direkt ueber die OTG-USB-Verbindung (das ist der 2te Micro-USB-Anschluss bei den normalen USB-A-Anschluessen)

Leider blinkte der pcDuino auch hier nicht wie in der Anleitung beschrieben, so dass ich ihm noch eine Pause goennte und ihn dann einfach abzog.

Irrwitzigerweise habe ich erst danach den kompletten Weg mit den MicroSD-Karten durchlaufen wollen, aber der pcDuino wollte mit dem A10-Kernel an der Stelle scheinbar nichts anfangen.

Schon fast aus „Verzweiflung“🙂 packte ich dann die MicroSD-Karte mit dem Ubuntu-Image und dem Update-Script in einen externen SingleDrive-MicroSD-USB-Stick. Das hat den Vorteil, dass man sieht, wenn der pcDunio auf den Stick zugreift, da ansonsten der pcDuino keine LED beim Laufwerkszugriff hat😦

Also mit dem Kernel schon im pcDuino (durch LiveSuit) gab ich dem Geraet Strom und stecke kurz danach den USB-Stick ein einen der USB-Ports.

Und siehe da🙂 erst faengt der pcDunio langsam an zu blinken, wie er es auch vorher tat..aber es sich dann nichts auf dem Monitor tat (wobei der pcDuino eine Tastatur angeschlossen braucht, damit ein Bild auf dem HDMI-Anschluss kommt – hier tat meine Funkkombi Logitech K400 wieder gute Dienste, weil da auch gleich eine Maus in Form des Touchpad dabei ist).

Diesmal ging aber das langsame blinken in ein schnelleres ueber, nachdem man sah, dass der pcDuino den USB-Stick aktiviert hatte (LED on). Danach blinkte der pcDunio schneller und ab und zu flackerte dann auch der USB-Stick.

Nach einiger Zeit blieben die LEDs auf dem pcDuino stehen. Laut Anleitung waer er dann fertig mit dem einspielen des Ubuntu-Image in den internen Flash-Speicher. Ich gab ihm noch Zeit und nach ein paar Minuten blinkten die RX und TX LED ganz langsam und gleichzeitig und auf der LED des USB-Sticks tat sich nichts mehr.

Dies war nun der Zeitpunkt, den pcDuino stromlos zu machen, den USB-Stick abzuziehen und dann den pcDuino wieder mit Strom zu starten.

Das booten laeuft ungewohnt ohne die Kernel-Meldungen (die kommen wohl nur ueber den seriellen Port?), denn nach einem laengeren schwarzen Bildschirm tauchte ein Mauszeiger auf und dann endlich der lang ersehnte Desktop:

pcDuino Ubuntu-Desktop

pcDuino Ubuntu-Desktop

Die Speicherauslastung bei geladenem Desktop sieht echt gut aus, sicherlich vergleichbar wie bei den ersten Raspberrys, die nur 256MB Ram hatten.
Hier bei dieser Speicherauslastung sollte man beachten, dass schon 2 Chromium-Browser-Fenster geoeffnet sind🙂

pcDuino Speicherauslastung unter Unbuntu

pcDuino Speicherauslastung unter Unbuntu

Den pcDuino bekommt man in Deutschland z.B. bei Watterott.com (da habe ich auch meinen her🙂 )
http://www.watterott.com/de/pcDuino

Nun hoffe ich mal, dass sich jemand erbarmt und dem pcDuino auch ein Gehaeuse verpasst….so wie es einige beim Raspberry Pi gibt.

Ach ja, wer sich wundert, was da neben dem Logitech-Tastatur-Funkadapter im USB-Port steckt…. das ist „nur“ die USB-Stromversorgung fuer meinen Edimax BR6258n Ethernet to WLAN Repeater, der auf der anderen Seite des pcDuino am Ethernet-Port angeschlossen ist und so dem pcDuino per DHCP aus meinem WLAN-Netz eine IP und Internet-Verbindung beschert🙂

So klappt auch das erste Update per apt-get update upgrade und dist-upgrade

Eine Antwort to “pcDuino – der „grosse Bruder“ des Raspberry Pi?”

  1. oderlachs Says:

    Hat mir sehr geholfen…weiter so
    mfg
    oderlachs

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